Mikroplastik- eine Bedrohung für das abgelegene und nahezu unberührte Ökosystem der Antarktis?

Kleinste Partikel von Plastik, sogenanntes Mikroplastik (< 5 mm) sind heute in allen, bisher untersuchten Gewässern, zu finden. Wir fragen, ob auch das Südpolarmeer von dieser neuen Form der Gewässerverschmutzung betroffen ist. Insbesondere interessant zu klären ist, ob diese Partikel durch Tourismus, Schifffahrt und Stationen vor Ort eingetragen oder aus den nördlichen Meeren, über die starke Strömung des Zirkumpolarstroms hinaus nach Süden verfrachtet werden.  Dafür untersuchen wir das Oberflächenwasser des südlichen Ozeans, das Weddellmeer und die Gewässer rund um die Antarktische Halbinsel. Unser Ziel ist es, Mikroplastik zu analysieren, zu kategorisieren und Signaturen für die Herkunft oder den Eintragsweg zu erkennen. Darüber hinaus zielen wir auf die Beprobung von antarktischem filtrierenden Zooplankton und pelagischen Fischen und untersuchen sie auf möglicherweise aufgenommenes Mikroplastik.

Diese Studie ist in Durchführung. Es handelt sich um ein Kooperationsprojekt mehrerer Forschungsinstitutionen:
Alfred-Wegener-Institut (G. Gerdts, B. Meyer), Universität Bern (H. Segner), EMPA (M. Zennegg, P. Schmid), Royal Netherlands Institute for Sea Research NIOZ (L. Amaral-Zettler), Universität Utrecht (E. van Sebille)

Prof. Dr. Patricia Burkhardt-Holm
MSc Clara Leistenschneider